Monatsrückblick Juni 2025 – Zwischen Currywurst, Podcast-Mikro und Schweinestall

Monatsrückblick Juni 2025 – Zwischen Currywurst, Podcast-Mikro und Schweinestall

Der Juni war so ein Monat, in dem innen fast mehr passiert als außen. Manches sichtbar, vieles leise. Zwischen Gesprächen, Entscheidungen, Umbrüchen und neuen Routinen gab es viele erste Male, ehrliche Aha-Momente und einen roten Faden, der sich durch alles zog: Ich wachse. In meinem Tempo. Nicht schneller, nicht lauter, nicht glatter – sondern genau so, wie es sich für mich richtig anfühlt.

Ein Blick hinter die Kulissen – Autostadt & Currywurst

Anfang Juni war ich in Wolfsburg. Mein Mann hatte eine Überführungsfahrt, ich hatte mir frei genommen, um mitzureisen und einzutauchen in eine Welt, die mir fremd ist: die Autostadt. Wir haben das VW-Werk besucht – riesige Hallen, millimetergenau getaktete Abläufe, ein Blick in die komplexe Logistik eines Weltkonzerns. Beeindruckend? Ja, absolut. Und gleichzeitig: auch ein Gefühl von "Hier gehöre ich nicht hin".

Ich habe die Currywurst gegessen, ich habe alte Fahrzeuge wertschätzend beäugt – ich habe gestaunt, wie sehr mich diese durchinszenierte Welt unberührt lässt. Nicht, weil ich etwas gegen Autos habe. Sondern weil mir bewusst wurde: Ich bin nicht die Zielgruppe. Und das zu spüren war nicht negativ, sondern befreiend. Es hat mir wieder gezeigt, wie wichtig es ist, zu wissen, was nicht zu mir passt. Wie viel Klarheit das schafft.

Mikro an, Herz auf – Mein erstes Podcastinterview

Ein echtes Herzens-Highlight war mein erster Podcastauftritt! Ich war bei Pascal in der "Business Plauderei" zu Gast. Es ging um meinen Weg zur Unternehmerin, um Zweifel, Wagemut, um re·set und die Idee, durch Puzzeln, Aromatherapie und Achtsamkeit kleine Ruhemomente zu schaffen.

Es war das erste Mal, dass ich so öffentlich erzählt habe, was mich antreibt. Und in diesem Gespräch habe ich gemerkt: Wow, das ist nicht mehr nur eine Idee. Das ist mein Weg. Ich bin unterwegs. Und selbst wenn noch viel offen ist, fühlt sich das Fundament stabil an.

Mein Raum für Neues – ein Schweinestall mit Potenzial

Ich habe mein Gewerbe offiziell nach Treuenbrietzen umgemeldet. Ein formaler Akt, der sich in mir wie ein Bekenntnis angefühlt hat. Jetzt ist es echt. Jetzt gehört dieser Raum mir: ein ehemaliger Schweinestall, mit Patina, Geschichte und ganz viel Platz für meine Vision. Noch ist er nicht fertig, aber er fühlt sich schon nach "meins" an.

Herz, gutes Essen und Female Empowerment

Ein Abend, der mich tief berührt hat, war das Treffen mit meinen Freundinnen und Businessbuddies Karen und Jenny. Wir saßen beim Vietnamesen, haben gegessen, gelacht, uns ehrlich ausgetauscht. Es ging nicht um Strategien, sondern um Gefühle. Um Mut, um Zweifel, um das, was man selten in Newsletter schreibt. Und genau das war das Schöne. Ich bin so dankbar für diese Art von Verbindung. Sie erinnert mich daran, dass Business nicht gleichbedeutend mit Kämpfen sein muss. Es darf sich nach Gemeinschaft anfühlen.

Netzwerken mit Herz: Das erste Meetup von PotsFemmes

Auch das erste Meetup von PotsFemmes hat mir gezeigt, wie kraftvoll weibliches Netzwerken sein kann. Initiiert von einer Gründerin, die durch das Gründungszentrum Enterprise begleitet wurde, war dieser Abend ein lebendiger Auftakt in ein neues Kapitel.

Ich habe nicht nur neue Kontakte geknüpft, sondern gespürt, wie viel Vertrauen entsteht, wenn Frauen sich zuhören, unterstützen und sich trauen, groß zu denken. Ein Abend, der Mut macht.

Wissen, das Wurzeln schlägt – Positive Female Entrepreneurship

Eines meiner persönlichen Learnings im Juni kam durch den Workshop mit Friederike Zähringer zum Thema Positive Female Entrepreneurship. Statt Effizienz und Zielerreichung standen Sinn, Freude und Werte im Mittelpunkt. Und plötzlich habe ich gemerkt, wie sehr ich genau das brauche: weniger Sprints, mehr Erdung.

Wir haben über das PERMA-Modell gesprochen, über weibliche Führung, über Potenziale, die wachsen dürfen. Ich bin mit einem gefüllten Notizbuch gegangen – und mit dem Gefühl: Ich darf das auf meine Art machen.

Zwischen Produktideen und Pinselstrichen

Auf meiner Website hat sich im Juni einiges getan: Neue Texte, ein neues Produkt (eine liebevoll gestaltete Postkarte, die als kleiner Anker im Alltag funktioniert), kleine Schritte, die sich groß angefühlt haben.

Nicht, weil sie spektakulär waren. Sondern weil ich sie gemacht habe, ohne Druck, ohne "muss jetzt raus". Sondern weil sie sich rund angefühlt haben. Vielleicht ist das mein neuer Weg: leise und stimmig statt laut und forciert.

Was bleibt vom Juni?

Ein Gefühl von Aufbruch. Aber nicht laut, sondern leise und kraftvoll. Kein Startschuss, sondern ein inneres Nicken. Ich bin nicht mehr am Anfang, aber auch noch nicht da, wo ich hinwill. Und genau das ist okay.

Ich darf unterwegs sein. Und der Juni hat mir gezeigt, dass dieser Weg schon jetzt voller Leben steckt.

Auf in den Juli.
Jenni

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